"Kirche an neuen Orten" wollten vierzehn Theologie-Studierende im Rahmen ihrer Studienbegleitung im Erzbistum Bamberg in Fürth ausprobieren. Mit Offenheit und Neugier versuchten sie daher am Samstag, den 7. Mai an ungewöhnlichen Plätzten ungezwungen mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Eine Gruppe animierte im Stadtpark die Passanten dazu, auf großen Flipcharts aufzuschreiben, was sie glücklich macht oder ärgert. Unterdessen verteilten ihre KollegInnen am Ronhofer Stadion vor dem Spiel des Kleeblatts gegen Dortmund Karten, mit denen sie auf witzige Weise dazu anregten, über den eigenen Platz im Leben nachzudenken. Eine dritte Gruppe lud schließlich im Gesprächsladen mittendrin zu Kafffee und Kuchen ein und zum Gedankenaustausch darüber, was denn Liebe ist... Am Ende waren die Studierenden durchaus angetan von den Begegnungen und kurzen Gesprächen, die sich oft völlig überraschend ergaben und ihnen zeigten: Es lohnt sich, auch fernab von Kirchen und Pfarrgemeinden mitten im Leben Interesse für die Menschen zu zeigen und ihnen zuzuhören.
Bad Staffelstein. Das Gebet zu den heiligen Nothelfern soll in der Zeit von Krieg und Krisen nach Worten von Erzbischof Ludwig Schick nicht passiv, sondern aktiv machen.
Eine kleine, aber begeisterte Runde Gäste entführte die Fürther Dichterin Petra Wohlfeil am Abend des 28. April auf einen lyrischen Schaufensterbummel durch Fürth. Begleitet wurde die Wortakrobatin dabei von Pastoralreferent Clemens Hafner auf der Gitarre, der zu den wohlformulierten Versen immer wieder die passende musikalische Antwort fand und mit seinen virtuosen und gefühlvollen Klängen verzückte. Am Ende waren sich alle einig, dass diesem Lyrik-Abend im mittendrin unbedingt noch weitere folgen sollen.
Bamberg. Der gekreuzigte Jesus weist nach Worten von Erzbischof Ludwig Schick auf die Menschen hin, die vor Krieg und Unrecht auf der Flucht sind. In der Ukraine, aber auch im Jemen, in Syrien, im Sudan oder in Pakistan litten Menschen seit Jahren unter Krieg, Verfolgung und Missachtung der Menschenrechte.
Bamberg. Erzbischof Ludwig Schick spendet 10.000 Euro aus seiner Stiftung „Brot für alle Menschen“ für die Ukraine. Das Geld soll direkt an die Caritas des römisch-katholischen Bistums Odessa fließen, wo Erzbischof Schick in engem Kontakt mit dem dortigen Bischof Stanislaw Szyrokoradiuk steht.
Mit der Cityseelsorge "mittendrin" ging es am Samstag, den 2. April "mittenrein" in das Spielzeugmuseum Nürnberg. Karin Falkenberg stellte den 13 TeilnehmerInnen das Konzept des Spielzeugmuseums und insbesondere des neu gestalteten Eingangsbereiches vor. Allein dort ließ sich schon Vieles entdecken - und verstehen, wie Spiel(zeug) Menschen weltweit verbindet und gleichzeitig Welt gestaltet.
Knapp dreißig Menschen waren am Sonntagabend, den 03.04. in die Fürther Frauenkirche gekommen, um für den Frieden zu beten. Beim Betreten der Kirche fiel sofort ein echtes Sackgassen-Schild vor dem Altar ins Auge, das künstlerisch bearbeitet war mit der Aufschrift "KRIEG" auf dem Querbalken und das aus dem internationalen Kunstprojekt "Verkehrsschilder der Gerechtigkeit" stammt. Krieg ist eine Sackgasse - diese bildhafte Botschaft stand im Mittelpunkt der Andacht. Gemeinsam wurde um Frieden gebetet und an die Menschen in der Ukraine gedacht: die Kinder, die Frauen, die Männer, die Soldaten auf beiden Seiten, an die Menschen - auch in Russland - die keinen Krieg wollen, sondern nichts anderes, als einfach ihr Leben in Frieden leben zu können - so wie wir.
Am 15.4. (Karfreitag) sowie am 22.4. und 29.4. entfällt die "Halbe Stunde Hoffnung". Im Mai geht es wieder weiter mit den kleinen Andachten, die Mut machen und Zuversicht schenken wollen!
Trotz Krieg und Flüchtlingsleid müssen wir unseren eigenen Alltag wie gewohnt bestehen. Wir gehen in die Arbeit, schicken die Kinder in die Schule, kaufen ein – all‘ das muss sein. Aber das Theater besuchen oder ein Café, einen Geburtstag groß feiern oder einfach nur die warmen Frühlingstage genießen – da beschleicht viele ein ungutes Gefühl. Dürfen wir das, dürfen wir uns noch freuen? Das schlechte Gewissen ist verständlich, andererseits ist niemandem in diesem Krieg geholfen, wenn wir selbst uns jede Freude am Leben versagen. Und letztlich hat nur derjenige, der auch für sein eigenes Wohlbefinden sorgen kann, die Kraft, sich für andere einzusetzen.