Mit dem Sommer kommt auch die Sehnsucht nach Freiheit. Gerade nach den Beschränkungen der letzten Wochen sehnen wir uns danach, mal wieder herauszukommen und zu tun, was uns beliebt. Wir wollen endlich frei sein! Leider ist das immer noch nicht uneingeschränkt möglich... Aber eigentlich sind uns und unseren Wünschen doch schon immer Grenzen gesetzt – ob wir es wollen oder nicht. Daher gilt es, das eigene Freiheitsempfinden nicht davon abhängig zu machen, was uns zu tun erlaubt oder möglich ist. Freiheit fängt im Kopf an – dass ich die mir vorgegebenen Rahmenbedingungen akzeptiere und mich innerhalb derselben entfalte.
Mein Kennenlern-Marathon durch unseren Seelsorgebereich
…nicht im Sturm, …nicht im Erdbeben ,…nicht im Feuer …im sanften leisen Säuseln…
Eine Trommel kann man nicht mit einem Finger spielen, so lautet ein afrikanisches Sprichwort. Genau diese Erfahrung machen wir gerade – dass wir allein vieles nicht zustande bringen. Auf einmal fehlt uns etwas Wesentliches: Das Miteinander, das unser Leben erst gelingen lässt. Darum sollten wir nicht zögern, auch jetzt – mit Sicherheitsabstand! – auf andere zuzugehen. Manch einer ist wirklich ganz allein und froh über ein bisschen Hilfe und Unterstützung. Wem kann ich einen Einkauf abnehmen, den Hund ausführen oder am Telefon zuhören? Mit zehn Fingern kann man Trommel spielen, mit vielen Händen können wir etwas bewegen.
Nochmal schnell ein paar Sachen besorgen, mal eben die Brötchen holen – und dabei natürlich ins Auto steigen: Auch in Zeiten von Corona bleiben uns lange gepflegte Gewohnheiten erhalten. Aber warum eigentlich? Fast die Hälfte aller Autofahrten sind Kurzstrecken unter 5 km. Das sind Entfernungen, die man eigentlich gut zu Fuß bewältigen kann. Im Moment müssten es die wenigsten von uns doch wirklich eilig haben… Daher: Das Auto einfach mal stehen lassen! Das dankt uns am Ende nicht nur die Umwelt – für uns gibt es eine gedankliche Auszeit, Bewegung und Frischluft gratis dazu. Geht doch!
Der plötzliche und unerwartete Tod von Pfr. Markus Goller am 15. März hat im Dekanat Fürth eine große Lücke hinterlassen. Die Corona-Krise erfordert es leider, die Beisetzung im kleinsten Kreis zu einem nicht öffentlich bekannten Termin stattfinden zu lassen. Auch die Feier einer Totenmesse oder einer Gedenkveranstaltung ist nicht möglich. Daher lädt das katholische Dekanat Fürth zu einem koordinierten Totengebet am kommenden Dienstag um 18.00 Uhr ein. Die Kirchenglocken werden läuten, in unseren Kirchen werden Kerzen entzündet - und wer möchte, kann dies auch daheim tun. Den entsprechenden Gebetszettel können Sie herunterladen. Rücken wir auf diese Weise im Gebet zusammen und beten wir gemeinsam für Pfr. Markus Goller.
In der aktuellen Corona-Krise werden wir als katholische Kirche im Dekanat Fürth unseren Beitrag zur Verringerung des Ansteckungsrisikos leisten und verantwortlich handeln.